Herbst 1998, Studio des Fernsehsenders TV Berlin, Sendereihe "Dienstagsgespräch", Thema: "Brauchen wir das Holocaust-Mahnmal?" Moderator: Ingo Hoppe

Befürworter (v.l.n.r.):
Michaele Schreyer (Bündn.90/Grüne), Lea Rosh, die sich selbst ein Denkmal setzen will und Michel Friedman (CDU).

Gegner: Uwe Lehmann-Brauns, Kulturpol. Sprecher der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin, Klaus Böger (SPD-Schulsenator) und der US-Jude und Städteplaner Michael S. Cullen. Herr Böger blieb der SPD-Tradition treu und "kippte um"! Herr Friedman, beide Arme beschwörend hochreißend: "Seit zehn Jahren wird nun schon diskutiert! Jetzt muß es endlich erbaut werden!", worauf Herr Cullen in scharfem Ton erwiderte: "Herr Friedman, ich bin extra aus USA hier eingeflogen, um Ihnen zu sagen, daß bei diesem riesigen Mahnmal weder eine Stimmung des Gedenkens noch eine der Trauer aufkommen kann!"- stehender Applaus! Im Namen aller patriotischen Kräfte in meinem Vaterland: Danke, Herr Cullen!