Veranstaltungen der Opferverbände

Am Mahnmal für die Opfer der Schandmauer im Bereich des Spreebogens, am Reichstag

Die VOS-Kameraden Ortwin Meier und Klaus Schmidt bei einer Demonstration am Reichstag, im Mai 2000. Im Reichstag lehnten SPD, und Grüne eine Ehrenpension für die Opfer der bolschewistischen Gewaltherrschaft ab, obwohl uns eine angemessene Entschädigung schon mehrmals versprochen wurde. 70% der Opfer vegetieren von Minirenten und/oder Sozialhilfe.(Quelle: Help e.V., Berlin)

Der zweimalige ehem. pol. Häftling der "DDR", Dipl.-Ing. Christian Lappe, seit Jahren in Atlanta, USA, besucht mich an der Gedenkstätte für einen Teil der Maueropfer, am Reichstag im Sept. 2001. Foto: Gerd Lehmann, zeitweilig mein Mitgefangener, der nach insgesamt 5,5 Jahren pol. Haft 1982 freigekauft wurde und sich bei mir meldete.

Im April 2000 feierte der älteste und größte Opferverband, die Vereinigung der Opfer des Stalinismus e.V. (VOS) gegründet im Februar 1950 in Berlin, ihr 50-jähriges Bestehen im Berghotel Friedrichroda bei Gotha/Thüringen. Ich bin dort mit Büchertisch russischer Feldküche, Zellentür aus der "Roten Hölle" von Bützow-Dreibergen und "Leibstuhlkübel" (Amtsdeutsch!).

Ich statte dem "Haus am Checkpoint Charlie" im Jahre 2000 einen Besuch ab. Foto: Manfred Lehmann, ehem. pol. Häftling, 30 Monate, u.a. in Cottbus.

Die SPD hat ihre 5000 vom NKWD verschleppten Genossen vergessen, wovon 400 in den Sowjet-KZ elendig verreckten (erschossen, erschlagen, verhungert). Am 17. Januar 2002 wurde der neue Senat aus SPD und Mauermörderpartei SED/PDS im Preußischen Landtag vereidigt. Auf dem Vorplatz protestierten friedlich ehemalige pol. Häftlinge. Rüdiger Schirner und Manfred Lehmann (Bild) wurden von der Polizei des sog. "Rechtsstaats" nach Vopo-und Stasi-Manier brutal mißhandelt. Bild: Heinz Kuttnik, aus einer Fernsehsendung von TVBerlin. Der Rotfunk, SFB1, lapidar, ohne diese Aufnahmen zu zeigen: "Zwei Demonstranten wurden, zur Feststellung der Personalien, vorübergehend festgenommen" - wie harmlos! Beide sind noch Wochen später in ärztlicher Behandlung.

Seit September 1998 halten vor dem Schloss Bellevue ehemalige politische Häftlinge, Enteignete und Bürgerrechtler jeden Samstag von 12 - 16 Uhr Mahnwache für unsere Forderungen.

An jedem ersten Samstag im Monat von 10 - 12 Uhr halten ehemalige politische Häftlinge am Reiterstandbild Friedrichs des Großen Unter den Linden eine Mahnwache mit Infostand.

Am Do., 17.1.02 wurde der SPD-SED/PDS - Senat im Berliner Abgeordnetenhaus vereidigt, am Fr., 18.1.02, zerschnitten mehrere SPD-Mitglieder ihre Parteibücher aus Protest des Zusammengehens der SPD mit der Mauermörder-Partei SED/PDS vor dem Willy-Brandt-Haus. Das Foto zeigt Dr. Frieder Weiße, einen der austretenden Genossen, beim Interview.

Ich selbst war mit einem Plakat, vor dem eine Fackel brannte, dort. Text auf dem Plakat: "Wir Opfer von NKWD und Stasi freuen uns, daß es noch SPD-Mitglieder gibt, die ein Gewissen haben und deshalb ihre Mitgliedschaft in der Verräter-Partei SPD beenden. Danke! Gustav Rust, mehr als neun Jahre Polit-Haft und Kameraden.
Es wächst zusammen, was nicht zusammen gehört - habt Ihr noch ein Gewissen? Kurt Schumacher dreht sich im Grabe um, weil Ihr Eure 5000 verschleppten Genossen vergeßt, wovon 400 elendig verreckten! Schämt Euch!"

Aus Anlaß des 20. Jahrestages der freien polnischen Gewerkschaft "Solidarnocs" war im Juli 2000 Lech Walesa im "Haus am Checkpoint Charlie" zu Gast. V.l.n.r.: Dr. Rainer Hildebrandt, Lech Walesa.

Herta Däubler-Gmelin, SPD, Bundesministerin der Justiz, eröffnet am 12.1.02 die Ausstellung "Justiz im Staat der SED" in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.

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